CD-Rezension / Review / Kritik

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Rob zombie The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser

Rob Zombie
„The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser“
(T-Boy Records/Universal)
Horror-Rock-Ikone Rob Zombie hat wieder die Tore zu seinem Gruselkabinett geöffnet. Seine sechste Studioplatte als Solokünstler beherbergt zwölf neue Tracks. Allerdings dauert der musikalische Trip nur magere 31 Minuten und 23 Sekunden. Das ist schon etwas arg kurz geraten, gerade da Fans rund drei Jahre auf neues Zombie-Material gewartet hatten. Aber wenn man so viel in der Welt herumtourt, dazu noch fleißig andere Projekte im Sinn hat wie einen neuen Kinostreifen, da kann es schon mal zu Zeitmangel kommen. Aber genug rumgemosert, denn die neuen Songs überzeugen. In der Kürze liegt schließlich die Würze und außerdem ist die Scheibe echt gestört, im positiven Sinne. Textlich muss man sich so Dinger wie „Well, Everybody’s Fucking In A U.F.O.“ wirklich mal beherzt zur Brust nehmen. Dazu reichlich Dynamik, coole Rhythmik, altes White-Zombie-Feeling sowie passende Samples und schon hat man den typischen Zombie-Sound. Vielleicht nicht so inspiriert wie der starke Vorgänger „Venomous Rat Regeneration Vendor“, aber Fans werden Tracks wie „The Life And Times Of A Teenage Rock God“, „Wurdalak“ oder das explosive „Medication For The Melancholy“ deftig abfeiern. Man stelle sich vor, man hätte all diese Tracks noch mehr Spielraum gelassen - meine Güte, es wäre ein Monsteralbum geworden. So bleibt es eine sehr gute Zombie-Platte, die kurzweilig Laune macht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.


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