CD-Rezension / Review / Kritik

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the temple forevermourn

The Temple
„Forevermourn“
(I Hate Records/Soulfood)
Der Zeitraum von elf Jahren, den es bei The Temple von Gründung bis zum Debütalbum gebraucht hat, ist alleine schon deswegen beachtlich, weil er bedeutet, dass da jemand mehr als eine Dekade lang den Glauben an sich nicht aufgegeben hat. Die Band stammt aus Griechenland und schwelgt auf „Forevermourn“ im süßlich-schweren klassischen Doom Metal. Erwartet also lange Songs, viele Gitarrensoli, wiederkehrende musikalische Themen und nicht allzu viel Hektik beim Songaufbau: wenn ein Song neun Minuten lang ist, dann nutzen The Temple diese auch bis zur letzten Sekunde aus. Bands von Black Sabbath bis Cathedral würden ihre hellenischen Kameraden sicherlich sofort in den Kreis der erlauchten Doomer aufnehmen, denn genau wie bei den beiden genannten Bands gibt es auch in den neun Songs auf „Forevermourn“ nicht einen überflüssigen Schnörkel (Doom-Gegner werden argumentieren, dies sei bei drei-Akkord-Songs auch gar nicht möglich), dafür aber jede Menge Zeit und Platz zum Headbangen. Rock’n’Roll! – aber gaaaanz laangsaaaam.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.


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