CD-Rezension / Review / Kritik

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collapse under the empire sacrifice  isolation

Collapse Under The Empire
„Sacrifice & Isolation“
(Finaltune/Broken Silence)
Augen zu, Fantasie an: Collapse Under The Empire stehen für cineastisch-dramatischen Postrock und haben mit „Sacrifice & Isolation“ in dieser Sparte ein echtes Monster von einem Album erschaffen. Wie ernst es den Hamburgern Martin Grimm und Chris Burda damit war, einen würdigen zweiten Teil zu ihrem Konzeptalbum „Shoulders & Giants“ zu schaffen, kann man schon daran ablesen, dass sie die Zwischenzeit lieber mit einem anderen Album und einer EP überbrückt haben, als übereilt einfach den Nachfolger abzufeuern. „Sacrifice & Isolation“ ist bis in die letzte Note, bis in die hinterletzte Einstellung des Masterings ausgeklügelt – und dürfte an Drama schwer zu überbieten sein. Dabei wissen die Studiotüftler durchaus elektronische Sounds mit den epischen Gitarrenwänden zu vereinen, jede Passage ihrer Instrumentals erfüllt eine Funktion in der musikalischen Geschichte, die sie erzählen. Und während sie sich fast eine Viertelstunde Zeit nehmen, die Hörer auf den Sound und die Atmosphäre des Albums einzustimmen, führt der Sog doch unaufhaltsam auf „Stairs Of Redemption“ zu, ein rockiger Knaller, der auch die kraftvollsten Momente im Gesamtwerk von Collapse Under The Empire noch einmal toppt – auch wenn er vielleicht nicht das einprägsamste Stück ist, das die beiden bisher produzierten. Also: Am besten den Raum abdunkeln, die Stereoanlage gaaanz weit aufdrehen und einfach nur im Sound schwelgen.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

 

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