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2014 empyrium the turn of the tides

Empyrium
„The Turn Of The Tides“
(Prophecy Productions/Soulfood)
Das Reunieren beziehungsweise die Renaissance ist ja heutzutage bei fast jeder halbwegs beliebten und eine Weile pausierenden Band zur Pflicht geraten. Trotzdem überrascht Empyriums Comeback und es stellt sich die Frage, ob der Hype, den die Wiederkehr und die ersten Konzerte überhaupt in den letzten Monaten entfachten, Bestand hat. Denn waren Empyrium in den frühen 90ern, beflügelt von Black Metal-Bands der ersten Stunde wie Emperor und Darkthrone, in dieser Thematik und diesem Stil hierzulande ziemlich einzigartig und neu, ist es heute nur ein Release unter vielen, die sich in diesem Genre tummeln. Zudem verschreibt sich die erste Platte seit zwölf Jahren ganz der atmosphärisch sehr ruhigen und pianolastigen Gangart, wenngleich man im Songwriting klar die alten Black Metal-Wurzeln erkennen kann durch sich wiederholende, meditative Elemente. Es wäre ein Leichtes, hier ein paar harte Drums und Gitarren drunter zu schrauben und etwas ganz anderes entstehen zu lassen, aber das ist nicht das Fahrwasser, in dem sich das Duo dieses Mal bewegen möchte. Wichtig ist einfach, dass das Bauchgefühl stimmt, da ist der gefühlsmäßige Anknüpfungspunkt, der rote Faden zu finden, sagt Markus Stock. Und tatsächlich ist es gar nicht so schwer, den zu finden.
Yvonne Duchateau

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