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eisbrecher sturmfahrt

Eisbrecher „Sturmfahrt“

(RCA/Sony)
Er hat in den vergangenen 15 Jahren ordentlich Seemeilen zurückgelegt, dieser Eisbrecher. Mittlerweile in Gefilden angekommen, die kaum eine andere deutsche Band erreicht, lassen Alexander Wesselsky und Noel Pixx mit „Sturmfahrt“ ihr wahrscheinlich ambitioniertestes Werk vom Stapel. Noch immer geht der Eisbrecher erfreulich kernig, ruppig und wuchtig zur Sache, liefert mit „Was ist hier los?“ oder dem Titeltrack neue Kandidaten für das bisher härteste, knalligste Material der Bandgeschichte. Das ist aber nur die eine Seite: „In einem Boot“ kommt als Pathos-Hymne mit „Das Boot“-Filmmusik daher, „Automat“ zuckt als unterkühlte EBM-Nummer durchs Strobolicht, mit einer recht lässigen Version von „Eisbär“ erweisen sie Grauzone die Ehre. Als durchaus gewagt darf dann „Wo geht der Teufel hin“ bewertet werden, eine rührige Pop-Ballade, die Wasser auf die Mühlen der ewigen Nörgler gießen dürfte. Eisbrecher haben aber eben nur eine Nummer dieser Art im Gepäck ihrer „Sturmfahrt“. Und nicht zwölf, wie es bei der adligen Band mit U der Fall gewesen wäre. Es darf also Entwarnung gegeben werden: Eisbrecher sind immer noch so laut und vorlaut wie immer!
Björn Springorum
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