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paradise lost the plague within

Paradise Lost
„The Plague Within”
(Century Media/EMI)
Nachdem ich das Album in den üblichen sozialen Netzwerken schon abgefeiert habe, darf die schriftliche Huldigung natürlich nicht fehlen. Genau: Huldigung! Vergesst mal alles über objektiven Musikjournalismus, hier schreibt der Fanboy. „The Plague Within” klingt, wie ein Paradise Lost-Album im Jahre 2015 zu klingen hat: moderner Sound trifft auf klassische Gothic- und Death Metal-Arrangements in einer Schwere, dass man wohlig ins Totenkopflissen seufzen möchte. Schon der Opener „No Hope In Sight” setzt mit dem besten Opening Riff seit „Ember’s Fire” ein - und um das kurz zu erwähnen: die Engländer kopieren sich keinesfalls selbst. „The Plague Within” ist kein „Shades Of God”, kein „Gothic” und kein „Icon”, und versucht auch gar nicht erst, eins davon zu sein. Es hat eine eigene Identität, die von Nick Holmes’ Growls maßgeblich geprägt wird, cleaner Gesang ist hier unwichtig. Aber Raum für kleine Experimente bleibt immer noch: „Terminal” und „Flesh From Bone” zeigen deutliche Black Metal(!)-Arrangements in der Gitarrenarbeit und „Beneath Broken Earth” ist so doomig-langsam, es könnte als My Dying Bride-Song durchgehen. „Return To The Sun” schließlich wartet mit Orchester und Chor auf, die an den Soundtrack zu „Das Omen” erinnern. Fazit: Gut – besser - „The Plague Within”.
Masi Kriegs


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