CD-Rezension / Review / Kritik

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microClocks Soon Before Sundown CD Cover

microClocks „Soon Before Sundown“

(Echozone/Soulfood)
Fünf Jahre hat es gedauert vom Debüt bis zum zweiten Longplayer. Eine Zeit, die microClocks gut genutzt haben. Weiter entwickelt, vom Sound der neuen Mitglieder Marc Dorman (Gitarre) und Daniel ‚Butcher‘ Stieber (Drums) beeinflusst, präsentieren die Songs Electro-Rock, der die verschiedenen Ecken des Genres auslotet. Während Abstecher in die weichen Klanggefilde des Synthie-Pops durchaus glücklich gewählt sind und die Melodien punkten können, gehören die 80er Hard- und Classic-Rock Gitarren zu den Elementen, von denen „Soon Before Sundown“ zu viele aufweist. Inhaltlich haben die Texte über gesellschaftliche Brandthemen einiges zu bieten. Insbesondere im Umfeld ruhiger musikalischer Passagen, die stets ein notwendiges Maß an Dynamik behalten, gelingt es dem Quartett, die richtige Atmosphäre herzustellen, um ausgiebig die Gedanken schweifen zu lassen. Ein Schwachpunkt der Produktion ist jedoch Frontmann JT. Seine helle Tonlage und die stets leicht kratzige Stimme passen nicht so recht ins Bild der kraftvollen Nummern. Gerade wenn die Anteile an US-Industrial hoch liegen oder eine dunkle Stimmung erzeugt werden soll, würde man sich eine Bass-Tonlage wünschen. Über die gesamte Spielzeit liegen so Freud und Leid bei diesem Album eng zusammen.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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