CD-Rezension / Review / Kritik

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Dusk To Dawn Transition CD Cover

Dusk To Dawn „Transition“

(Echozone/BOB-Media)
Wer Dusk To Dawn schon kennt, der bevölkert die schwarze Szene vermutlich schon länger, belebt diese Grevenbroicher Band doch seit 1991 unser musikalisches Umfeld. Nach längerer Pause und der kürzlich erfolgten Reunion legen sie jetzt ihr neues Album „Transition“ vor. Wie der Titel schon andeutet, bedeutet das Album einen Übergang vom Synthpop der 90er Jahre hin zum eher rockigeren Sound der Neuzeit. Geblieben sind die hochkarätigen, sehr individuellen Kompositionen, die von den einzelnen Bandmitgliedern stammen und erst gemeinsam arrangiert werden, der charismatische Gesang von Achim Zolke und die treibenden Rhythmen, die dafür sorgen, dass die Dusk To Dawn-Songs durchweg auch im Club bestens funktionieren. Der Charakter der Stücke dieses Albums reicht von ruhigem Synthpop bis hin zu treibendem Rock, der in „Sole Survivor“ etwas an die Sisters erinnert, sich im Wesentlichen jedoch im stilistischen Bereich von Bands wie Depeche Mode und Camouflage der 90er Jahre bewegt; Liebhaber der genannten Bands werden garantiert nicht enttäuscht. Selbst die verwendeten Synthesizer sind von Jörg Erren sehr sorgsam in Hinblick auf authentischen 90er-Sound ausgewählt und bedient worden. Eine Besonderheit ist der sehr poppig gehaltene Track „Remains“. Dieser war schon im Jahr 1995 geschrieben und als Demo produziert worden, sollte später der Titeltrack einer Vinyl-LP werden, und ist jetzt komplett neu arrangiert und aufgenommen in neuer Frische zu hören – ein echter Ohrwurm, der dieses sehr gelungene Album abrundet.
Bert Fleißig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2018.
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