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the night flight orchestra sometimes the world aint enough

The Night Flight Orchestra „Sometimes The World Ain’t Enough“

(Nuclear Blast/Warner)
Es wird heiß, verdammt heiß! Dies könnte zum einen daran liegen, dass die Maschinen auf Hochtouren laufen, die Turbinen röhren, die Luft flimmert. In wenigen Sekunden ist es soweit: Das Night Flight Orchestra ist kurz davor, abzuheben, erneut die Atmosphäre zu verlassen und gen Weltall aufzubrechen - die nächste musikalische Mission muss schließlich erfüllt werden. Zum anderen transportiert die coole Schwedenformation eine äußerst delikate Ware an Bord ihres fulminanten Space Shuttles. Nur ein Jahr nach dem Erfolgswerk „Amber Galactic“ steht die Nachtflug-Crew für ihre nächste Exkursion bereit. Diese wird noch opulenter, noch exzentrischer, noch exorbitanter. Zweifelsfrei hätten Mastermind Björn Strid und seine Mannen wohl keinen stimmigeren Titel als „Sometimes The World Ain’t Enough“ für ihr viertes Baby wählen können! Der Name ist Programm. Hier wird groß - ganz groß - gedacht. Manchmal übertrieben? Na klar! Eventuell sogar exzessiv? Oh ja! Vielleicht sogar over the top? Aber so was von! Und das Beste? Es passt perfekt. Das komplette Soundkonstrukt der sechsköpfigen Band ist pures Entertainment auf höchstem Niveau: Glamour, Disco, Classic Rock, AOR, Funk und poppige Passagen kombiniert mit eingängigen, hymnischen Melodien, catchy Refrains und dekadentem 80er-Feeling gehen direkt ins Ohr und erschaffen eine schillernde Symbiose der Stilvielfalt. Die Jungs haben mächtig Spaß auf dieser vielschichtigen Scheibe, das hört man den lässigen, tanzbaren Nummern deutlich an, die trotz jeder Menge Pomp und Pathos sowie gefühlter überdimensionaler James Brown Sonnenbrille authentisch anmuten. Das Resultat ist ein sexy Hitfeuerwerk, bestehend aus 13 starken Tracks, die einmal gehört, nicht mehr aus dem Kopf gehen. Hier ist Vorsicht geboten: absolute Suchtgefahr!
Jasmin Froghy
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